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Bei extremen Winterbedingungen stehen Wildvögel vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, Nahrung, Wasser und Schutz zu finden. Anhaltende Minusgrade und starker Schneefall können ihre Energiereserven schnell aufbrauchen und ihr Überleben gefährden.
Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie einen echten Unterschied machen. Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie Gartenvögel vor, während und nach strengem Winterwetter unterstützen können – ohne ihr natürliches Verhalten zu stören.
Warum starke Kälte für Vögel gefährlich ist
Winterstürme bringen eine Kombination aus Herausforderungen für Vögel mit sich. Um warm zu bleiben, benötigen sie deutlich mehr Energie, während natürliche Nahrungsquellen und eisfreies Wasser knapp werden.
- Höherer Energiebedarf: Vögel verbrennen Fettreserven schneller, nur um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.
- Begrenzte Nahrungsquellen: Insekten verschwinden, Beeren gefrieren, und Samen werden unter Schnee begraben.
- Gefrorenes Wasser: Von Eis bedeckte Teiche und Pfützen verhindern eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme.
Was Sie vor dem Sturm tun sollten
Vögel spüren herannahende Stürme oft Stunden im Voraus und suchen aktiv nach Nahrung. Wenn Sie Ihren Garten frühzeitig vorbereiten, helfen Sie ihnen, genügend Energiereserven für harte Bedingungen aufzubauen.
- Futterspender mit energiereichem Futter füllen: Verwenden Sie Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und Meisenknödel für maximale Energie.
- Kein Menschenessen anbieten: Brot und verarbeitete Lebensmittel liefern kaum Nährstoffe und können schädlich sein.
- Schneefreie Futterplätze schaffen: Räumen Sie eine kleine Fläche am Boden frei oder nutzen Sie eine niedrige Futterschale.
- Futterstellen windgeschützt platzieren: Geschützte Standorte halten das Futter trocken und zugänglich.
- Eisfreies Wasser bereitstellen: Eine beheizte Vogeltränke oder ein schwimmender Gegenstand kann die Eisbildung reduzieren.
- Nistkästen anbringen: Nistkästen bieten Schutz vor Wind und Kälte. Vögel können sich darin versammeln, um Körperwärme zu teilen. Trockenes Gras oder Holzspäne erhöhen den Komfort.
Was Sie während des Sturms tun sollten
Sobald der Sturm beginnt, suchen Vögel dichte Vegetation oder geschützte Bereiche als Unterschlupf auf. In dieser Phase ist es entscheidend, Stress und zusätzliche Gefahren zu minimieren.
- Futterspender und Zubehör sichern: Schäden durch starken Wind vermeiden.
- Fensterreflexionen reduzieren: Vorhänge schließen oder Innenbeleuchtung dimmen.
- Haustiere im Haus halten: Stress erhöht den Energieverlust bei Vögeln.
- Wildtiere nicht anfassen: Nur eingreifen, wenn ein Vogel eindeutig verletzt ist.
Was Sie nach dem Sturm tun sollten
Nach dem Ende des Schneefalls verschärft sich die Kälte oft noch. Weitere Unterstützung hilft den Vögeln, sich zu erholen und neue Kraft zu sammeln.
- Eis und Schnee von Futterstellen und Vogeltränken entfernen.
- Frisches, nicht gefrorenes Wasser nachfüllen.
- Nasses oder verschimmeltes Futter entsorgen und Futterspender reinigen.
- Einen zugelassenen Wildtierpfleger kontaktieren, wenn Sie einen verletzten Vogel finden.
Ein abschließender Hinweis zur Sicherheit
Die Unterstützung von Vögeln sollte niemals Ihre eigene Sicherheit gefährden. Ziehen Sie sich warm an, achten Sie auf rutschige Flächen und vermeiden Sie es, bei gefährlichen Wetterbedingungen nach draußen zu gehen. Der Schutz von Wildtieren ist wichtig – doch Ihre Sicherheit hat immer Vorrang.